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Zusammenarbeit zwischen pharmazeutischer Industrie und Ärzten unverzichtbar

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apo1Transparenzkodex: Warum?
Ohne eine enge Kooperation in der Forschung und Entwicklung, einen organisierten Wissenstransfer sowie die klinische Erprobung von Arzneimitteln ist die stete Neu- und Weiterentwicklung von Produkten nicht vorstellbar.

Die Zusammenarbeit garantiert, dass Ärzte den Anschluss an den aktuellen Forschungs- und Wissensstand halten. Dadurch werden Ärzte unterstützt, hinsichtlich der Anwendung von Arzneimitteln auf dem neuesten Stand zu bleiben und sachgerechte Therapie- und Verordnungsentscheidungen zu treffen.

Gleichzeitig muss bei dieser Zusammenarbeit der Grundsatz der ärztlichen Unabhängigkeit ausreichend berücksichtigt werden. Dies gilt auch im Hinblick auf alle anderen Fachkreisangehörigen. Diese Zusammenarbeit hat sich sehr bewährt und ist durch eindeutige Vorgaben in Gesetzen und Kodizes für beide Seiten bereits klar geregelt.

In den letzten Jahren sind aber allgemein die gesellschaftlichen Erwartungen gestiegen, finanzielle Leistungen für diese Zusammenarbeit transparent zu machen. Um diesen Erwartungen gerecht zu werden, hat der Verein Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie – kurz FSA – jetzt den Transparenzkodex entwickelt. Denn Transparenz schafft weiteres Vertrauen in die bewährten Kooperationen. Damit bewegt sich der FSA im Gleichklang mit dem europäischen Dachverband der forschenden Pharma-Unternehmen EFPIA (European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations).

Der Transparenzkodex sieht vor, Leistungen der FSA-Unternehmen an Ärzte, Angehörige der Fachkreise und Organisationen des Gesundheitswesens nachvollziehbar zu machen: So werden in Zukunft etwa Dienstleistungs-und Beratungshonorare an Ärzte, Einladungen zu Fortbildungsveranstaltungen unter Nennung des individuellen Arztes oder der Organisation veröffentlicht, Leistungen im Bereich Forschung und Entwicklung werden zusammengefasst dargestellt.

Die Transparenzinformationen werden auf öffentlich zugänglichen Webseiten der Mitgliedsunternehmen einsehbar sein. Für die individuelle Nennung sind die Unternehmen dabei aus datenschutzrechtlichen Gründen auf die Einwilligung der Ärzte angewiesen, auf deren Mitwirkung sie bauen. Die Dokumentation startet 2015. Ab 2016 wird dann jährlich veröffentlicht bezogen auf das Vorjahr.

Was geschieht aber, wenn sich ein Unternehmen nicht an den Transparenzkodex hält? Wie bei den bestehenden FSA-Kodizes können für Verstöße Geldstrafen bis zu 400.000 Euro zu Gunsten gemeinnütziger Einrichtungen verhängt und das Unternehmen mit Namen im Internet genannt werden. Dies betrifft wohlgemerkt die Industrie. Ärzte werden selbstverständlich nicht sanktioniert, denn Transparenz braucht zwar ihre Mitwirkung, Adressat der Verpflichtungen des Kodex ist aber die Industrie!


Transparenzkodex: Wie geht das?

seit 2015 werden Zuwendungen von Ärzten an Unternehmen erfasst und dann jährlich erstmals 2016 allgemein zugänglich im Internet auf den Websites der Unternehmen veröffentlicht.

Veröffentlicht werden Zuwendungen an Ärzte und medizinische Organisationen. Im Einzelnen sind das Dienstleistungs- und Beratungshonorare, Spenden, Zuwendungen für Fortbildungsveranstaltungen und Forschungs- und Entwicklungszuwendungen: Die namentliche Nennung des Arztes unter Angabe seiner Praxisadresse erfolgt bei Zuwendungen für Fortbildung, Dienstleistung und Beratung. Hierfür muss der Arzt seine datenschutzrechtliche Zustimmung geben.

Daher ist klares Ziel der Unternehmen, die Ärzte und anderen Angehörigen der Fachkreise durch eine intensive Information und Aufklärungen in den kommenden Wochen bis zum Start der Datenerfassung von deren Zustimmung zu überzeugen – denn Transparenz schafft Vertrauen und bekämpft damit unbegründetes Misstrauen in die notwendige Kooperation.

Dies kommt allen Beteiligten zu Gute. Entscheidet sich der Arzt dennoch gegen eine individuelle Nennung, machen zumindest die Unternehmen deutlich, wie viel Geld sie jeweils insgesamt für Fortbildung, Dienstleistung und Beratungen an Ärzte zahlen.

Im Bereich Forschung und Entwicklung ist von vorneherein eine zusammengefasste Veröffentlichung von Zuwendungen durch jedes einzelne Unternehmen vorgesehen. Hier wird der einzelne Arzt nicht genannt, auch damit Wettbewerber keine Rückschlüsse auf Forschungsprojekte ziehen können. Aber auch hier gilt, jedes Unternehmen weist zusammengefasst aus, wie viel Geld es an Ärzte für Forschung zahlen.

 

Warum unterstützen Pharma-Unternehmen Ärztefortbildungen? 

Berlin (vfa). Aufgrund der Medikamentenentwicklung haben Pharma-Unternehmen sehr fundierte Kenntnisse über Arzneimittel: Schon bei der Zulassung stecken in einer Tablette mehr als 10 Jahre Forschung. Dieses Wissen soll aus der klinischen Forschung in die Praxis der Therapie gelangen. Und genau diese Scharnierfunktion haben Fort-bildungsveranstaltungen. Daher unterstützen Pharma-Unternehmen den Wissenstransfer.

Arzneimittel sind hochkomplexe und erklärungsbedürftige Produkte: Sie sind nicht selbsterklärend. Es ist also im Sinn der optimalen Behandlung der Patienten, wenn Ärztinnen und Ärzte bestmöglich über Medikamente informiert sind.

Für die Unterstützung der Ärztefortbildung gibt es klare Regeln des Vereins "Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie e.V. (FSA)", dem alle vfa-Mitglieder angehören. Der Kodex für Fachkreise sagt: Sponsoring muss angemessen sein und Veranstaltungen dürfen keinen Unterhaltungscharakter haben. Zudem stellt der FSA-Kodex klar, dass Art, Inhalt und Präsentation der Fortbildungsveranstaltung allein von dem ärztlichen Veranstalter bestimmt werden.

Über diese Vorgaben hinaus wird besonderen Wert auf Transparenz gelegt. So müssen die Unternehmen gegenüber den Veranstaltern darauf hinwirken, dass ihre Unterstützung sowohl in der Einladung zur Veranstaltung als auch bei deren Durchführung gegenüber den Teilnehmern offengelegt wird. Diese FSA-Vorgabe ist inzwischen Standard bei wissenschaftlichen Kongressen. Darüber hinaus werden die Unternehmen Zuwendungen im Zusammenhang mit Fortbildungsveranstaltungen künftig nach einem neuen FSA-Transparenzkodex veröffentlichen.

Die Ärzteschaft hat durch die Muster-Fortbildungsordnung der Bundesärztekammer klare Standards zur wissenschaftlichen Unabhängigkeit von Fortbildungsveranstaltungen gesetzt. Die abschließende Entscheidung, ob eine Veranstaltung den Namen Fortbildung verdient, liegt bei den Landesärztekammern, die die alleinige Berechtigung zur Zertifizierung von wissenschaftlichen Fortbildungsveranstaltungen haben.

 

 

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